Der Gemüse-Ticker....
Gemüsebau Peter von Dohlen    Zum Fuggerschloß 43    86199 Augsburg   Tel: 0163/920 89 86
Im Gemüse-Ticker stehen die jeweils aktuellsten Informationen an oberster Stelle. So wird im Verlauf der Saison eine Seite entstehen, auf der jeder nachschauen kann, wann das Gemüse erntereif ist oder welche Pflegemaßnahmen gerade angebracht sind. Auch generelle Tipps und Tricks finden sich dann im Verlauf, es lohnt sich daher immer mal wieder reinzuschauen ....:-) Natürlich gibt es zwischen den verschiedenen SelbstErnte-Standorten aufgrund der Bodenbeschaffenheit und Witterung Unterschiede bei der Entwicklung der Gemüsekulturen. Deshalb sollte jede/r prüfen, ob die beschriebenen Anzeichen der Unkrautentwicklung oder Erntereife beim Gemüse auf der eigenen Parzelle schon zutreffen! Der Gemüse-Ticker kann und soll aber nicht das persönliche Gespräch ersetzen. Die aktuellen Feldtermine finden Sie HIER.
DE-ÖKO-006
2025 Hacken, die ultimative Pflegemaßnahme... Mit dem Hacken sollte möglichst bald nach der Übergabe begonnen werden, wenn die Ansaaten auflaufen bzw. die Reihen auf den Beeten sichtbar sind und die Unkräuter sich noch im 2-4 Blatt-Stadium befinden. Das Hacken dient aber nicht nur der Unkrautbekämpfung: “Einmal Hacken ist so gut wie einmal Gießen” ist z.B. ein gängiger Satz im Gemüsebau. Durch das Auflockern der Oberfläche werden die Kapillaren zerstört, die beim Einsickern des Regen oder Gießwassers entstanden sind. So wird die Verdunstung verhindert und das Wasser steht den Pflanzen länger zur Verfügung. Es empfielt sich daher nach einem Regen zu Hacken, sobald die Oberfläche trocken genug ist. Durch die Belüftung wird ausserdem das Bodenleben aktiviert, so dass Nährstoffe mobilisiert werden. Nicht zuletzt können manche Schädlinge im Zaum gehalten werden, z.B. die Möhrenfliege, die Ihre Eier zwischen den Reihen ablegt. Durch häufiges Hacken werden die Larven auf ihrem Weg zur Möhre gestört. Gerne zeigen wir vor Ort, wie man mit den verschiedenen Hacken effizient, kräfte- und rückenschonend umgeht.
2025 Ein paar Worte zum Umgang mit Wasser: Grundsätzlich ist zu sagen, dass man vor dem Gießen kontrollieren sollte, ob noch Feuchtigkeit im Boden vorhanden ist. Wenn in etwa 6 bis 10cm Tiefe der Boden noch feucht ist, ist ein Bewässern der Pflanzen nicht nötig! (Viel wichtiger ist hier das Hacken, damit die Feuchtigkeit im Boden bleibt.) Insbesondere Feldfrüchte, wie z.B. Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Rote Bete, Bohnen, Spinat, etc. , müssen i.d.R. nicht gegossen werden, sondern kommen mit dem Wasser aus, das vom Himmel fällt. Nur in ganz extremen, sehr heißen Trockenphasen, in denen ca. 2 Wochen gar kein Regen fällt und der Kontakt zum Bodenwasser ganz abreißt, kann ein Bewässern dieser Kulturen notwendig werden. Doch auch dann muss uns klar sein, dass das Gießen mit der Kanne immer nur eine Notversorgung der Pflanzen sein kann. Den Anschluss an das Bodenwasser können wir dadurch nicht wiederherstellen. Wer an einem warmen Tag gießt und sich einmal die Mühe macht nachzusehen, wird feststellen, dass das Wasser nur ca. 5-6cm eindringt. Es erreicht also niemals die Bodenschichten, aus denen sich gut angewachsene Pflanzen versorgen. Ausnahmen sind natürlich frische Pflanzungen oder Aussaaten, die noch nicht angewachsen oder aufgegangen sind und keine tieferen Wurzeln gebildet haben. Hier sollte man ein Auge darauf haben, dass stets genügend Wasser vorhanden ist, damit sie anwachsen. Um das Gießwasser möglichst lange im Boden zu halten, kann man z.B. die Beete abdecken (mit Vlies oder Lochfolie) oder die Erde zwischen den Pflanzen mit Ernterückständen oder Gras bedecken (mulchen). Wenn Pflanzen an besonders heißen Tagen die Blätter hängen lassen, ist dies noch kein Grund zur Besorgnis. Die Pflanzen ziehen das Wasser zum Schutz in die Wurzeln zurück und stehen am Abend meist wieder knackig da! Zum sparsamen, sinnvollen und verantwortlichen Umgang mit dem Wasser gehört neben o.g. Punkten auch, dass jeder darauf achtet, die Wasserhähne am Wasserwagen sorgfältig zu schließen und beim Auffüllen der Gießkannen dabei zu bleiben, damit sie nicht überlaufen. Zum Reinigen von Gerät und Händen kann z.B. auch ein Eimer mit Wasser gefüllt werden, welches dann mehrmals verwendet wird. Wir möchten Euch alle bitten, gemeinsam darauf zu achten, dass kein Wasser sinnlos verschwendet wird. Danke!! Mehr Informationen zum Bewässern und den Alternativen dazu gibt´s HIER.
2025 Kleiner Tipp zum Gießen: Wichtig bei der Bewässerung ist die Regelmäßigkeit: Wenn man einmal anfängt sein Gemüse zu gießen, sollte man es regelmäßig gießen, da die Pflanzenwurzeln sich auf das Gießwasser verlassen und deswegen keine übermäßigen Anstrengungen unternehmen, selber in größere Tiefen zu wachsen, um noch vorhandene Bodenreserven zu erschließen. Wenn man allerdings auf das Wurzelwachstum der Pflanzen vertraut und diese nur gießt, wenn sie offensichtlich „schlapp“ sind und Wasser benötigen, wird man u. U. genau dieselbe Erntemengen erzielen, mit einer kleinen Ernteverzögerung von einigen Tagen. Also lieber sparsam gießen und die Pflanzen genau beobachten, ob sie wirklich Wasser brauchen! Wenn man gießen möchte, sollte man dies abends tun: Dann haben die Pflanzen die ganze Nacht Zeit, sich mit Hilfe des Wassers zu erholen. Nur wenn großer Schneckenandrang herrscht, kann es sinnvoller sein, erst früh morgens zu gießen. Die Schnecken würden sich durch das Gießen am Abend angezogen fühlen, da sie die feuchte Kühle sehr mögen. Bei Kohlrabi kann man mit regelmäßigem Gießen dem Platzen vorbeugen und Radieschen werden milder, je mehr Wasser ihnen zu Verfügung steht. Bohnen und Erbsen brauchen zur Zeit der Schotenausbildung nach der Blüte etwas mehr Wasser. Quelle: “Kleines Handbuch der Gemüsekunde”
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Im Gemüse-Ticker stehen die jeweils aktuellsten Informationen an oberster Stelle. So wird im Verlauf der Saison eine Seite entstehen, auf der jeder nachschauen kann, wann das Gemüse erntereif ist oder welche Pflegemaßnahmen gerade angebracht sind. Auch generelle Tipps und Tricks finden sich dann im Verlauf, es lohnt sich daher immer mal wieder reinzuschauen ....:-) Natürlich gibt es zwischen den verschiedenen SelbstErnte-Standorten aufgrund der Bodenbeschaffenheit und Witterung Unterschiede bei der Entwicklung der Gemüsekulturen. Deshalb sollte jede/r prüfen, ob die beschriebenen Anzeichen der Unkrautentwicklung oder Erntereife beim Gemüse auf der eigenen Parzelle schon zutreffen! Der Gemüse-Ticker kann und soll aber nicht das persönliche Gespräch ersetzen. Die aktuellen Feldtermine finden Sie HIER.
2025 Hacken, die ultimative Pflegemaßnahme... Mit dem Hacken sollte möglichst bald nach der Übergabe begonnen werden, wenn die Ansaaten auflaufen bzw. die Reihen auf den Beeten sichtbar sind und die Unkräuter sich noch im 2-4 Blatt-Stadium befinden. Das Hacken dient aber nicht nur der Unkrautbekämpfung: “Einmal Hacken ist so gut wie einmal Gießen” ist z.B. ein gängiger Satz im Gemüsebau. Durch das Auflockern der Oberfläche werden die Kapillaren zerstört, die beim Einsickern des Regen oder Gießwassers entstanden sind. So wird die Verdunstung verhindert und das Wasser steht den Pflanzen länger zur Verfügung. Es empfielt sich daher nach einem Regen zu Hacken, sobald die Oberfläche trocken genug ist. Durch die Belüftung wird ausserdem das Bodenleben aktiviert, so dass Nährstoffe mobilisiert werden. Nicht zuletzt können manche Schädlinge im Zaum gehalten werden, z.B. die Möhrenfliege, die Ihre Eier zwischen den Reihen ablegt. Durch häufiges Hacken werden die Larven auf ihrem Weg zur Möhre gestört. Gerne zeigen wir vor Ort, wie man mit den verschiedenen Hacken effizient, kräfte- und rückenschonend umgeht.
2025 Ein paar Worte zum Umgang mit Wasser: Grundsätzlich ist zu sagen, dass man vor dem Gießen kontrollieren sollte, ob noch Feuchtigkeit im Boden vorhanden ist. Wenn in etwa 6 bis 10cm Tiefe der Boden noch feucht ist, ist ein Bewässern der Pflanzen nicht nötig! (Viel wichtiger ist hier das Hacken, damit die Feuchtigkeit im Boden bleibt.) Insbesondere Feldfrüchte, wie z.B. Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Rote Bete, Bohnen, Spinat, etc. , müssen i.d.R. nicht gegossen werden, sondern kommen mit dem Wasser aus, das vom Himmel fällt. Nur in ganz extremen, sehr heißen Trockenphasen, in denen ca. 2 Wochen gar kein Regen fällt und der Kontakt zum Bodenwasser ganz abreißt, kann ein Bewässern dieser Kulturen notwendig werden. Doch auch dann muss uns klar sein, dass das Gießen mit der Kanne immer nur eine Notversorgung der Pflanzen sein kann. Den Anschluss an das Bodenwasser können wir dadurch nicht wiederherstellen. Wer an einem warmen Tag gießt und sich einmal die Mühe macht nachzusehen, wird feststellen, dass das Wasser nur ca. 5-6cm eindringt. Es erreicht also niemals die Bodenschichten, aus denen sich gut angewachsene Pflanzen versorgen. Ausnahmen sind natürlich frische Pflanzungen oder Aussaaten, die noch nicht angewachsen oder aufgegangen sind und keine tieferen Wurzeln gebildet haben. Hier sollte man ein Auge darauf haben, dass stets genügend Wasser vorhanden ist, damit sie anwachsen. Um das Gießwasser möglichst lange im Boden zu halten, kann man z.B. die Beete abdecken (mit Vlies oder Lochfolie) oder die Erde zwischen den Pflanzen mit Ernterückständen oder Gras bedecken (mulchen). Wenn Pflanzen an besonders heißen Tagen die Blätter hängen lassen, ist dies noch kein Grund zur Besorgnis. Die Pflanzen ziehen das Wasser zum Schutz in die Wurzeln zurück und stehen am Abend meist wieder knackig da! Zum sparsamen, sinnvollen und verantwortlichen Umgang mit dem Wasser gehört neben o.g. Punkten auch, dass jeder darauf achtet, die Wasserhähne am Wasserwagen sorgfältig zu schließen und beim Auffüllen der Gießkannen dabei zu bleiben, damit sie nicht überlaufen. Zum Reinigen von Gerät und Händen kann z.B. auch ein Eimer mit Wasser gefüllt werden, welches dann mehrmals verwendet wird. Wir möchten Euch alle bitten, gemeinsam darauf zu achten, dass kein Wasser sinnlos verschwendet wird. Danke!! Mehr Informationen zum Bewässern und den Alternativen dazu gibt´s HIER.
2025 Kleiner Tipp zum Gießen: Wichtig bei der Bewässerung ist die Regelmäßigkeit: Wenn man einmal anfängt sein Gemüse zu gießen, sollte man es regelmäßig gießen, da die Pflanzenwurzeln sich auf das Gießwasser verlassen und deswegen keine übermäßigen Anstrengungen unternehmen, selber in größere Tiefen zu wachsen, um noch vorhandene Bodenreserven zu erschließen. Wenn man allerdings auf das Wurzelwachstum der Pflanzen vertraut und diese nur gießt, wenn sie offensichtlich „schlapp“ sind und Wasser benötigen, wird man u. U. genau dieselbe Erntemengen erzielen, mit einer kleinen Ernteverzögerung von einigen Tagen. Also      lieber      sparsam      gießen      und      die      Pflanzen      genau beobachten, ob sie wirklich Wasser brauchen! Wenn man gießen möchte, sollte man dies abends tun: Dann haben die Pflanzen die ganze Nacht Zeit, sich mit Hilfe des Wassers zu erholen. Nur wenn großer Schneckenandrang herrscht, kann es sinnvoller sein, erst früh morgens zu gießen. Die Schnecken würden sich durch das Gießen am Abend angezogen fühlen, da sie die feuchte Kühle sehr mögen. Bei Kohlrabi kann man mit regelmäßigem Gießen dem Platzen vorbeugen und Radieschen werden milder, je mehr Wasser ihnen zu Verfügung steht. Bohnen und Erbsen brauchen zur Zeit der Schotenausbildung nach der Blüte etwas mehr Wasser. Quelle: “Kleines Handbuch der Gemüsekunde”